Tiere im Büro? Eine Ode an den Bürohund

Hund mit Pfote auf Tastatur

Ein Hund im Büro ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Immer mehr Firmen erlauben ihren Mitarbeitern den Vierbeiner mit ins Büro zu bringen. Aber führen Tiere im Büro zu einer Arbeitserleichterung oder sind sie nur eine Ablenkung?

Bereits vor über zehn Jahren fanden Wissenschaftler in den USA heraus, dass sich Hunde im Büro positiv auf das Arbeitsklima auswirken können. So sank bei den damaligen Probanden das Stresslevel durch die Anwesenheit der vierbeinigen Feelgood Manager und sie empfanden ihre Anwesenheit als sehr wohltuend.

Auch andere Studien haben gezeigt, dass die Anwesenheit von Tieren entspannend auf die Atmosphäre und das Arbeitsklima wirken kann. Zudem sorgen Bürohunde für eine offene Kommunikation untereinander, ein größeres Zusammengehörigkeitsgefühl und sie reduzieren den Stressfaktor – so Psychologen und Experten.

Aber auch für die Hunde selbst sei es gesünder, wenn sie am Morgen mit ihrem Frauchen oder Herrchen mitgehen dürfen, anstatt alleine zu Hause bleiben zu müssen.

Bürotiere: Hund ja, Katze nein

Hunde eignen sich als Bürotiere sehr gut, andere Tiere wie Katzen, Meerschweinchen oder Hamster sind als Bürotiere jedoch eher ungeeignet. Im Gegensatz zu anderen Tieren, wie beispielsweise Katzen, sind Hunde flexibel und können sich schnell auf eine neue Umgebung einstellen.

Zudem sind sie ohnehin Rudeltiere und genießen meist den Kontakt zu anderen Menschen und Tieren. Katzen wollen dagegen meist ihre Ruhe haben und sich zurückziehen. Sie fühlen sich zu Hause am wohlsten – dort wo sie ihren Aufenthaltsort selber bestimmen können. Neben Bürohunden können sich allerdings auch Kaninchen sehr gut als Bürotiere eignen, da sie die Gesellschaft von Menschen, ähnlich wie Hunde, schätzen und nicht sonderlich viel Dreck machen.

Für Kleintiere wie Hamster und Kaninchen ist die Fahrt zum Büro einfach nur eine Strapaze und sollten daher zu Hause gelassen werden. Zudem eignen sich Kleintiere nicht wirklich dafür, das Betriebsklima oder die Kommunikation zu steigern, da sie die meiste Zeit in Käfigen verbringen und unter Umständen tagsüber schlafen.

Was braucht der Hund?

Damit sich ein Hund wohlfühlt, muss ein geeigneter und geschützter Platz gefunden werden. So darf es dort weder zu heiß noch zu kalt oder zugig sein. Außerdem sollten Sie, wenn Sie Ihren Hund mit ins Büro bringen wollen, eine bequeme Decke oder einen Korb mitbringen, auf der es sich Ihr Hund gemütlich machen kann.

Sorgen Sie auch dafür, dass immer genügend Wasser zur Verfügung steht und der Hund sein Futter zur gewohnten Zeit bekommt. Selbstverständlich dürfen Hunde nur in Büros gehalten werden und nicht in Fabrikationshallen u.ä., wo sie unter Umständen Lärm, Dämpfen und giftigen Stoffen ausgesetzt wären.

Tiere am Arbeitsplatz: Rechtliche Eckpfeiler

Mädchen Ratgeber

Auch wenn Hunde im Büro nachweislich das Arbeitsklima verbessern und Stresssituationen vorbeugen können, haben Arbeitnehmer keinen Rechtsanspruch darauf, ihren Hund oder ein anderes Haustier mit ins Büro zu bringen. Die Erlaubnis muss der Vorgesetzte erteilen.

Diese kann er jederzeit zurückziehen, auch wenn er vorher zugesagt hat. Grund dafür kann beispielsweise auch die Fürsorgepflicht sein, da unter Umständen andere Mitarbeiter allergisch reagieren oder weil es mit dem Hund einfach nicht harmoniert.

Sieht Ihr Arbeitgeber das Mitbringen von Tieren zur Arbeit positiv, so sollten Sie gemeinsam mit anderen Kollegen, die möglicherweise Ihre Tiere mitbringen möchten, Rahmenbedingungen festlegen und einiges klären:

  • Wer darf alles seinen Hund mitbringen?
  • Wie viele Hunde sind am Tag erlaubt?
  • Gibt es überhaupt genügend Platz und die Möglichkeiten das Tier unterzubringen?
  • Ist der Hund gut erzogen? Wie verhält er sich gegenüber anderen Menschen/Tieren?
  • Gibt es Allergiker unter den Kollegen?
  • Haben einige Kollegen vielleicht Angst vor Hunden?

Sollten Sie die Erlaubnis bekommen, so tragen Sie als Halter des Tieres die Verantwortung für Ihr Tier und alles was passieren könnte. Hunde müssen gesund, geimpft sowie gut erzogen sein und dürfen sich gegenüber Mitarbeitern und anderen Tieren nicht aggressiv verhalten. Am Anfang ist es sinnvoll eine Probezeit zu vereinbaren, um zu sehen, ob sich der Hund im Büro wohlfühlt.


Bettina

Über

Bettina Schneider (39) - ist gelernte Politikwissenschaftlerin. Hat sich aber seit dem Studium vor allem mit allen Fragen des Human Ressource (HR) befasst. Ihr Betrachtungsschwerpunkt liegt immer in der Interaktion des Menschen mit seinem Arbeitsumfeld. Was beeinflusst und motiviert ihn? Was treibt ihn an? Was macht ihn kreativ oder zufrieden. Diese Forschung ist Ihre Lebensaufgabe.


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